Lastschriftrückgabe
Kurzdefinition
Bei der Lastschriftrückgabe lässt du eine abgebuchte Zahlung über deine Bank zurückbuchen, bei SEPA-Basislastschriften ohne Angabe von Gründen innerhalb einer Frist.
Erklärung
Die Lastschriftrückgabe, umgangssprachlich Rückbuchung, ist das Recht, eine per Lastschrift eingezogene Zahlung rückgängig zu machen. Nach § 675x Absatz 2 BGB hat der Zahler bei SEPA-Basislastschriften ohne Angabe von Gründen einen Anspruch auf Erstattung gegen seinen Zahlungsdienstleister, die Frist dafür ergibt sich aus dem Zahlungsdiensterahmenvertrag und den Regeln des SEPA-Verfahrens, üblich sind acht Wochen ab Belastung. Bei nicht autorisierten Lastschriften besteht nach § 675u BGB ein Erstattungsanspruch, den du nach § 676b BGB spätestens 13 Monate nach der Belastung anzeigen musst. Die Rückgabe ändert nichts daran, ob die Forderung besteht. Hat der Händler Anspruch auf Zahlung, kann er sie erneut verlangen und Kosten für die Rücklastschrift geltend machen, soweit er sie nach den Vertragsbedingungen verlangen darf. Nutze das Recht deshalb gezielt bei unberechtigten Abbuchungen, nicht, um berechtigte Forderungen zu umgehen.
Beispiel
Von deinem Konto wird für ein Abo ein Betrag abgebucht, das du längst gekündigt hast. Du gehst innerhalb der Frist zu deiner Bank und lässt die Lastschrift zurückgeben. Parallel schreibst du dem Anbieter, dass keine Einzugsermächtigung mehr besteht, und verlangst eine Bestätigung der Kündigung.
Passende Fälle
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Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-03
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